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Eine Ratte kann man bereits für wenige Euro in Zooläden oder über Kleinanzeigen bekommen. Trotzdem sollte man nicht vergessen, daß man damit die Verantwortung für dieses Tier übernimmt - für ein ganzes Rattenleben (ca. 2-3 Jahre) lang. Die Kosten für einen geeigneten Käfig (möglichst groß mit Kletter- und Versteckmöglichkeiten), geeignetes Futter (keinesfalls Essensreste) und Tierarzt liegen weit höher.

Außerdem muß man bereit sein, täglich ein bis zwei Stunden seiner Freizeit für die Tiere zu opfern. Natürlich kann der Zeitaufwand auch höher liegen, besonders wenn ein Tier krank ist. Für diesen Fall sollte man rechtzeitig etwas Geld einplanen und sich nach einem gutem, rattenerfahrenen Tierarzt in der Umgebung umsehen, denn im Notfall bleibt dafür keine Zeit.

Wenn die Ratten für ein Kind angeschafft werden müssen die Eltern bedenken, daß die Verantwortung letztendlich bei ihnen liegt. Man kann ein lebendiges Tier nicht einfach in eine Ecke stellen und vergessen, wie ein Spielzeug, falls das Kind nach einigen Wochen kein Interesse mehr hat.

Zum glücklich sein benötigt eine Ratte unbedingt Gesellschaft, und zwar von (mindestens) einer anderen Ratte. Ein Mensch ist dafür kein Ersatz, er ist weder den ganzen Tag für die Ratte da, noch kann er mit ihr "richtig" spielen und kuscheln, er kann sie nicht putzen und versteht ihre Sprache nicht. Eine Ratte allein zu halten bedeutet für das Tier große seelische Qualen und bringt keinerlei Vorteile für den Halter. Ein Käfig, der für zwei Ratten zu klein ist, ist es auch für eine und die Ratten werden gemeinsam genauso zahm.

Auf keinen Fall kann man Ratten unterschiedlichen Geschlechts gemeinsam halten, da sie sich extrem schnell Fortpflanzen. Ein Wurf besteht aus durchschnittlich 8-12 Welpen, es können aber auch mehr sein. Die Mutter ist gleich nach der Geburt wieder empfängnisbereit, außerdem kann es vorkommen, daß die kleinen Böckchen Mutter oder Schwestern schwängern, wenn sie nicht rechtzeitig in einen anderen Käfig umziehen.

Innerhalb kürzester Zeit kann man so eine "Rattenplage" im eigenen Haus verursachen, die Leidtragenden sind letztendlich die Tiere. Denn wer kann schon 50 oder 100 Ratten artgerecht halten und gut unterbringen? Meist landen diese Tiere früher oder später im Tierheim. Häufig so verwildert, daß eine Vermittlung extrem schwierig ist.

Eine Rattengruppe sollte daher entweder nur aus Männchen oder nur aus Weibchen bestehen. Selbstverständlich können kastrierte Männchen mit Weibchen zusammenleben. Vorsicht ist bei Zoohandlungen geboten, die kleine Ratten gemischt halten und zum Kauf anbieten. Hier ist es möglich, daß die Weibchen bereits schwanger verkauft werden.

Ratten bekommt man nicht nur im Zoohandel, es lohnt sich, vor der Anschaffung im Tierheim anzufragen oder in die Notfalllisten (z.B. beim VdRD oder im Rattenforum) im Internet zu schauen. Dort werden nicht nur ältere "Problemtiere" sondern häufig auch Babies aus privaten "Unfällen" vermittelt. Von Rattenliebhabern großgezogene Tiere sind in der Regel zutraulicher und gesünder als Ratten aus der Zoohandlung, außerdem lernt man so gleich einen Ansprechpartner für Fragen und Probleme kennen. In Zoohandlungen passiert es auch immer wieder, daß die Tiere sehr jung abgegeben werden und eine Geschlechtsbestimmung noch nicht möglich ist. Sollten sich zwei in Ratten im nachhinein als verschieden geschlechtlich herausstellen, müssen sie sofort in getrennte Käfige gesetzt werden.

Unbedingt geklärt werden muß auch, wie andere Familienmitglieder zu den Ratten stehen. Hat jemand eine Allergie? Wer versorgt die Tiere, wenn der Besitzer im Urlaub ist? Kann es Probleme mit dem Vermieter oder Nachbarn geben? Gibt es andere Haustiere, die den Ratten gefährlich werden können? Gibt es Hautiere, denen die Ratten gefährlich werden können? In welchem Zimmer können die Ratten ihren täglichen Auslauf haben (Beschädigungen, ...)?

Bevor die Ratten ins Haus kommen sollten Käfig und Futter beschafft werden, um den Kleinen den Umzug in die neue Umgebung so streßfrei wie möglich zu machen. Es gibt auf den verlinkten Webseiten viele gute Tipps zum Eingewöhnen und Zähmen der Ratten sowie zum eingliedern neuer Ratten in eine bestehende Gruppe. Diese sollte man ebenfalls vorher gelesen haben.

Jede Ratte hat eine eigene Persönlichkeit, manche Ratten bleiben ihr Leben lang scheu und zurückhaltend, andere lieben ihre Menschen und gehen mit ihnen durch dick und dünn. Natürlich kann sich auch eine sehr scheue Ratte zu einem großen Schmuser entwickeln, aber dafür benötigt man Geduld und Einfühlungsvermögen. Wer nicht bereit ist, das zu investieren, wird wenig Freude an seinen Ratten haben.

 

Diese Tipps wurden nach bestem Wissen zusammengestellt. Sollten Ihnen Fehler auffallen, so informieren Sie mich bitte.  Ich übernehme keine Haftung für Probleme, die sich durch das befolgen dieser Hinweise ergeben könnten. 

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