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Ratten fressen den ganzen Tag und die ganze Nacht über immer wieder kleine Portionen. Deswegen müssen sie jederzeit Körnerfutter und Wasser im Käfig haben. Das Wasser gibt man am besten in einer Tränke, Wassernäpfe werden meistens schnell mit Streu zugegraben oder als Toilette benutzt.

Für das Futter sollte man einen Standfesten Napf mit großem Boden wählen, da die Ratten sich gerne auf den Rand setzten. Sehr praktisch sind auch Edelstahlnäpfe, die man am Käfiggitter befestigen kann. Plastiknäpfe werden durch den Käfig geworfen und sind nicht geeignet.

Körnerfutter

Da Ratten andere Bedürfnisse haben als Hamster, Meerschweinchen,  oder Kaninchen, sollte man immer eine Futtermischung für Ratten verfüttern. Anderes Nagerfutter oder Müsli eignen sich nicht.

Es lohnt sich, vor dem Kauf eines unbekannten Futters einen kritischen Blick in die Tüte zu werfen, falls das möglich ist. Leider enthalten viele Futtermischungen gepreßte Pellets aus Heu, die von den Ratten nicht gefressen werden. Da Ratten kein Heu benötigen ist mir nicht ganz klar, warum sie dem Futter beigemischt werden, aber vielleicht sind sie einfach billig, oder viele Zoohandlungen kennen sich nicht mit Ratten aus.

Es gibt auch Pellets speziell für Ratten zu kaufen. Da dieses Futter entwickelt wurde, um Ratten in Versuchslabors zu ernähren, enthält es vermutlich alle Nährstoffe, die eine Ratte benötigt. Allerdings kann ich mir kaum etwas langweiligeres vorstellen, als jeden Tag die gleiche, gepreßte Masse essen zu müssen. Als gesundes Leckerlie sind diese Pellets bei manchen Ratten allerdings sehr beliebt.

Gutes Rattenfutter besteht aus einer Mischung aus Getreidekörnern, Getreide- und Gemüseflocken, Johannisbrot, Sonnenblumen- und Kürbiskernen, gebackenen Kroketten, die Gemüse und Fleisch enthalten, sowie evtl. Garnelen und getrockneten Früchten.

Ich verfüttere die Futtermischung Rattima, die vom VdRD (Verein der Rattenliebhaber und -halter in Deutschland) empfohlen wird. Ich kenne keine Zoohandlung, die Rattima verkauft, aber es gibt Online-Shops, die es führen.

Leckereien

Da alle zusätzlichen Leckereien nur gelegentlich gefüttert werden sollten, kann man hier ruhig auf Produkte für Meerschweinchen, Hamster oder Kaninchen zurückgreifen. Allerdings sind sie oft nicht so tiergerecht, wie uns der Hersteller versichert wird. Deswegen lohnt ein Blick in die Zutatenliste. Alles, was viel Fett oder Zucker enthält (wie z. B. die beliebten Joghurt-Drops) ist zwar eine leckere Belohnung, aber nicht gesund.

Ich möchte nicht sagen, das man keine Drops, Knabberstangen und Käse-Snacks für Ratten verfüttern soll, trotzdem wäre ich mit den angegebenen Mengen vorsichtig. Immerhin wollen die Hersteller ihre Sachen verkaufen, und selbst wenn "1-3 Drops täglich" auf der Schachtel steht ist es spätesten dann zuviel, wenn man zusätzlich noch eine Knabberstange pro Woche und einige Käsesnacks verteilt. Gekaufte Snacks und Drops gibt es bei mir immer mal wieder, aber nicht täglich. Außerdem kann ich meine Ratten mit einer gekochten Nudel oder einem Stück Gurke sehr viel gesünder (und auch billiger) glücklich machen.

zum Nagen

Wie schon die Bezeichnung Nagetiere sagt, brauchen Ratten ständig die Möglichkeit, ihre Zähne abzuschleifen. Man kann dafür im Zoohandel Nagehölzchen kaufen oder wenn man jemand mit Garten kennt gesäuberte Obstbaumzweige anbieten. Meistens merken die Ratten allerdings ganz genau, wo sie nagen dürfen und wo nicht, und zerlegen lieber ihre Käfigeinrichtung.

Einige Ratten nagen gern an Mineralsteinen aus dem Zooladen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Allerdings soll man keine reinen Salzlecksteine in den Käfig hängen, da Ratten genug Salz mit ihrer normalen Nahrung aufnehmen und zusätzliches ihnen schaden kann.

Natürlich kann man Nüsse in der Schale verfüttern. Nüsse enthalten allerdings sehr viel Fett und dürfen deswegen nicht zu oft verfüttert werden. Ein weiterer Nachteil von Nüssen ist, das man nicht erkennen kann, ob die Nuß in der Schale verdorben ist. Auf keinen Fall würde ich Erdnüsse aus Papageienfutter geben, sie können gefährliche Schimmelsporen enthalten. Erdnüsse bekommen meine Ratten deswegen nur, wenn sie auch für Menschen zugelassen sind.

Meiner Meinung nach ist das beste Knabbermaterial (neben Holz) hartes, getrocknetes Brot. Selbstverständlich darf das Brot nicht angeschimmelt sein. Nach dem Trocknen kann man es sehr lange aufheben aber Reste im Käfig sollten gelegentlich kontrolliert werden, damit sie nicht feucht werden. Ebenfalls beliebt sind ungekochte Nudeln, die aber sehr viel schneller als Brot weggenagt sind.

Frischfutter

Ratten benötigen täglich Frischfutter. Die meisten Obst- und Gemüsesorten sind geeignet. Selbstverständlich dürfen keine verdorbenen Reste gefüttert werden, sondern nur, was man auch selber essen würde. Alles sollte gründlich gewaschen oder geschält werden. Ich gebe das Frischfutter abends, da die Ratten nachts besonders aktiv sind. Morgens werden dann die Reste entfernt.

Meine Ratten bekommen folgendes Frischfutter, wobei nicht alles gleich beliebt ist: Banane, Salatgurke und Wassermelone, Weintrauben, Äpfel, Birnen,  Karotten (werden vor allem als Saft gerne genommen), frische Paprika, Erdbeeren, Salat, Erbsen und Tomaten. Pfirsiche, Nektarinen, Kirschen, Pflaumen, Aprikosen und anderes Steinobst kann ebenfalls verfüttert werden, aber nur wenn vorher der Kern entfernt wurde, der giftige Blausäure enthält.

Ebenfalls sehr beliebt sind gekochte Nudeln, gekochte Kartoffeln und Mais (ruhig aus der Dose), wobei man davon nicht zu viel geben darf, da es dick macht.

Sehr selten kann man auch ein Stückchen Käse, gekochtes Ei, etwas Joghurt, gekochtes mageres Fleisch oder Fisch geben. Da diese Dinge alle viel tierisches Eiweiß enthalten sollte man sie nicht zu häufig verfüttern. Normalerweise enthält das Ratten-Körnerfutter genug Eiweiß und zuviel davon steht im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen. Fleisch, Ei und Fisch dürfen niemals roh verfüttert werden, da sie dann gefährliche Bakterien enthalten können. Daß Ratten davon bissig werden ist aber ein Gerücht.

Nicht fressen dürfen Ratten Kohl (alle Sorten, blähend), Avocados (können giftig sein), Zitrusfrüchte (zu sauer) und rohe Bohnen (giftig). Ratten benötigen kein Vitamin C, daher kann man auf Zitrusfrüchte unbesorgt verzichten.

Krankenkost

Grundsätzlich sollte eine kranke Ratte, solange es der Tierarzt nicht vorschreibt, genauso ernährt werden, wie eine gesunde. Trotzdem kann es passieren, daß ein altes oder krankes Tier nicht genug frißt. Dann ist - natürlich in Absprache mit dem Tierarzt - im Notfall alles erlaubt, was schmeckt.

Bewährt hat sich bei mir Babybrei. Man kann ihn in jedem Supermarkt in großer Auswahl fertig kaufen. Sehr beliebt ist nicht nur Fruchtmus, sondern auch Gerichte wie Gemüse-Risotto, Schinkennudeln in Tomatensauce, oder Gemüsemischungen. Außerdem nehmen meine Ratten sehr gerne die verschiedenen Vollkorn-Babybreie, die man aus Pulver anrührt und den Vorteil haben, daß man nicht immer ein ganzes Gläschen innerhalb weniger Tage aufbrauchen muß. (Wobei sich dieses Problem sehr einfach lösen läßt, indem man auch den gesunden Ratten gelegentlich ein Löffelchen Brei spendiert.)

Außerdem gibt es im Zoohandel von der Firma Gimborn Vitamin- Käse- und Maltpaste. Diese Pasten werden nicht unbedingt speziell für Ratten bzw. Nager angeboten, die Katzenpaste hat aber exakt die gleichen Inhaltsstoffe. Diese Pasten enthalten sehr viel Fett und werden von den Ratten begeistert gefressen. Sie eignen sich auch gut dafür, Medikamente unterzumischen.

Natürlich ist es am besten, Medikamente ohne Beimengungen zu geben, beispielsweise indem man sie aus einer kleinen Spritze (ohne Nadel!) direkt der Ratte ins Mäulchen gibt. Leider sind Ratten dabei meist wenig kooperativ und etwas in den Rattenmagen zu bekommen, das das Tier dort nicht haben möchte, ist extrem schwierig.

Bewährt hat es sich, Tabletten entweder zu zerdrücken oder in Wasser zu lösen, flüssige Medizin kann direkt mit einem Zahnstocher in etwas Paste gemischt werden. Vorher sollte aber immer der Tierarzt gefragt werden, ob die Medizin so auch verabreicht werden darf. Antibiotika dürfen in der Regel nicht mit Milchprodukten gegeben werden, also nicht gleichzeitig Joghurt oder einen milchhaltigen Brei verfüttern.

Eine kranke Ratte muß in jedem Fall von einem guten Tierarzt behandelt werden. Eigenes herumdoktern hilft in den seltensten Fällen. Und wenn man ihn zu spät um Rat fragt kann auch der beste Tierarzt nicht mehr helfen.

 

Diese Tipps wurden nach bestem Wissen zusammengestellt. Sollten Ihnen Fehler auffallen, so informieren Sie mich bitte.  Ich übernehme keine Haftung für Probleme, die sich durch das befolgen dieser Hinweise ergeben könnten. 

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