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Der Käfig ist - abgesehen von vom Tierarzt - der größte Kostenpunkt, den es bei der Anschaffung der Ratten zu bedenken gibt. Man sollte sich immer vor Augen halten, daß die Tiere die meiste Zeit in ihrem Käfig verbringen. Dementsprechend wäre es falsch, gerade hier zu sparen.

Es gibt zwei für Ratten geeignete Käfigtypen: selbstgebaute Käfige (z. B. aus einem alten Schrank oder Regal) und fertig gekaufte Gitterkäfige bzw. Volieren. Beide haben Vor- und Nachteile.

Ein selbstgebauter Schrankkäfig erfordert deutlich mehr handwerkliches Geschick, als die Einrichtung eines fertigen Käfigs, man kann die Türen so groß machen, daß man ohne Probleme alle Ebenen erreicht und, da der Käfig von drei Seiten geschlossen ist sind die Ratten vor Zugluft geschützt.

Dafür bekommen die neugiereigen Ratten in einem nach alle Seiten offenen Käfig deutlich mehr von ihrer Umgebung mit und können an den Gitterwänden klettern, weswegen waagerechte Gitter auch besser geeignet sind als senkrechte.

Nicht geeignet

sind Aquarien, Terrarien und Käfige, die aus einer bis oben geschlossenen Plastikschale mit Gitterdeckel bestehen. Wenn (Ratten-)Urin sich zersetzt entsteht Ammoniak, der die Atemwege der Ratten schädigt.  Wenn der Käfig größtenteils geschlossen ist, kann der Ammoniak nicht auslüften. Da Ratten sowieso empfindliche Atemwege haben sind Lungenkrankheiten so unvermeidlich.

Gitter und Türchen

Der Gitterabstand darf, außer man will nur ausgewachsene Ratten halten, nicht größer als 1 cm sein, da Ratten sich erstaunlich dünn machen können und Babies sonst ohne Probleme durchs Gitter huschen.

Wichtig ist auch die Anordnung der Türen. Im fertig eingerichteten Käfig muß man alle Ebenen gut erreichen können, um sie zu reinigen oder eine widerspenstige Ratte herauszubekommen, wenn es schnell zum Tierarzt gehen soll. Nur eine große Klappe oben ohne seitliche Türen ist schon deswegen schlecht, weil viele Ratten sich erschrecken, wenn man von oben nach ihnen greift (Raubvogel). Neue, unsichere Ratten werden so zusätzlich verängstigt.

Ratten sind sehr intelligent und geschickt, deswegen lernen sie evtl., ihre Käfigtürchen zu öffnen. In diesem Fall kann man die Türen mit einem Karabinerhaken, Pfeifenreiniger oder kleinen Vorhängeschlössern sichern.

Die Größe

Die im Handel als "Rattenkäfig" empfohlenen Behältnisse sind in der Regel zu klein und zu niedrig, um Ratten darin zu halten.

Der VdRD (Verein der Rattenliebhaber und -halter in Deutschland) empfiehlt folgende Midestmaße für eine Käfig, in dem zwei Tiere leben:
eine Höhe von mindestens 80 cm
ein Käfigvolumen von mindestens 220 Litern
Das entspricht einer Käfiggröße von etwa 70 x 40 x 80 cm (Breite x Tiefe x Höhe).

Sehr praktisch ist auch der Nose-Calc des Rattenforums, mit dem man sich ausrechnen kann, wieviele Ratten höchstens in einen Käfig passen.

Selbstverständlich kann der Käfig gerne größer sein, schließlich handelt es sich um Mindestmaße. Bei einem größeren Rudel muß man etwa 50 - 100 Liter zusätzliches Käfigvolumen pro zusätzlicher Ratte einplanen.

Der Standort

Da Ratten sehr anfällig für Erkältungen sind, muß der Käfig an einer vor Zugluft geschützten Stelle stehen. Außerdem sollte er im Sommer nicht in der prallen Sonne stehen, damit die Ratten keinen Hitzschlag bekommen.

Viele Ratten schlafen tagsüber. Deswegen sollte der Käfig nicht in einem Raum stehen, in dem laut Musik gehört wird, der Fernseher von früh bis spät läuft oder Kinder toben. Man sollte die Ratten nicht unnötig wecken, z. B. nur weil  sie dem Besuch vorgeführt werden sollen. Auf die Dauer schadet es ihrer Gesundheit, und es wirkt sich nicht gerade positiv auf die Laune des Tieres aus.

Trotzdem wollen Ratten am Leben ihrer Menschen teilhaben. Sie in einen kaum genutzten Raum zu verbannen, in dem sie zwar genug Ruhe haben, aber abgesehen vom täglichen Auslauf keinen Kontakt zur Familie, ist genauso schlecht.

Mein Rattenkäfige steht im Wohnzimmer. Mein Rattenkäfig steht im Wohnzimmer. Tagsüber wenn die Tiere schlafen, bin ich auf der Arbeit und abends, wenn ich am PC sitze, lese oder Musik höre sind sie wach.

Einstreu

Man kann für Ratten normale Kleintier-Streu aus Holzspänen verwenden. Allerdings sollte man darauf achten, daß sie nicht zu stark staubt, da Ratten sehr empfindliche Atemwege haben. Ich persönlich verwende am liebsten Hanfstreu von Hugro. Bewährt hat sich, eine dicke Lage Zeitungspapier unter die Streu zu geben. Sollte die Streu die Ratten zum Niesen bringen (unbedingt beim Tierarzt klären, ob nicht eine Erkältung dahinter steckt!) kann man die Streu auch ganz durch geschreddertes Zeitungspapier ersetzen.

Zum auspolstern des Schlafhäuschens sollte man zusätzlich Küchenpapier, Toilettenpapier oder geschredderte Zeitung anbieten. Viele Ratten nehmen auch gerne Heu, allerdings staubt es häufig und kann Parasiten enthalten. Deswegen würde ich von Heu abraten.

Nicht geeignet

Auf keinen Fall darf man klumpende Katzenstreu im Rattenkäfig verwenden. Normale Katzenstreu ist für Kloschüsseln geeignet, die klumpende Variante klumpt aber nicht nur, wenn sie bepieselt wird, sondern wenn sie gefressen wird auch im Rattenmagen.

 

Diese Tipps wurden nach bestem Wissen zusammengestellt. Sollten Ihnen Fehler auffallen, so informieren Sie mich bitte.  Ich übernehme keine Haftung für Probleme, die sich durch das befolgen dieser Hinweise ergeben könnten. 

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